“Mix am Mittwoch” 30.12.2014

Interview in “Mix am Mittwoch” 30.12.2014

http://www.mixammittwoch.de/frankfurt/was-kommt-was-bleibt

Was kommt, was bleibt?

Estnische Designerin Evelyn Toomistu wirft einen Blick auf die Frankfurter Winter-Modetrends

Winterzeit ist Handschuhzeit: Welche Farben und Modelle sind derzeit besonders angesagt? Evelyn Toomistu: In Deutschland sind eher die klassischen Farben und Modelle gefragt. Es wird viel Schwarz, Braun, Rot, aber auch Grau gefragt. Fingerfäustlinge mit Fleece gefüttert oder gar aus Fell sowie Fünffingerhandschuhe mit Kaschmirfutter, was sehr schön weich und warm ist.

Welches sind Ihre Lieblingsaccessoires, wenn es draußen kälter wird? Toomistu: Wenn es draußen kälter wird, geht es nicht ohne Handschuhe. Seien es dann etwa die fingerlosen klassisch schwarzen Autofahrerhandschuhe oder blaue fingerlose Rock’n’Roll-Handschuhe passend zur Jeans. Und natürlich immer in passender Farbe zum restlichen Outfit. Entweder harmonieren die Farben miteinander oder es werden mit Accessoires Kontraste und Akzente gesetzt.Nicht von der Stange Und welche Farben sind bei Taschen angesagt? Toomistu: Natürlich gilt auch hier Metallic, Schwarz, Beerenfarben, Nude-Töne wie Rosé oder Taupe.

Welche Trends wiederholen sich in diesem Winter? Toomistu: Das kann man in der Tat verfolgen, dass sich die Trends wiederholen.Nuancen, die fast jeden Winter wiederkommen, sind die Bordeaux-Lila-Beerentöne. Das sieht auch super schön aus im Winterlicht.

Schwarz ist auch immer in diesen Jahreszeiten sehr präsent.

Sie kommen aus Estland, leben aber bereits einige Jahre in Frankfurt. Worin unterscheiden sich estnische und hessische Frauen in Sachen Mode? Toomistu: Es gibt in der Tat einige Unterschiede, wenn man das Straßenbild von Frankfurt und Tallinn vergleicht. Die estnischen Frauen legen sehr viel Wert auf individuelle, auch experimentelle und außergewöhnliche Mode, direkt bei örtlichen Modedesignerinnen bestellt. In Frankfurt gibt es natürlich auch solche Frauen, die gerne etwas Besonderes tragen und nicht das Erstbeste von der Stange sich greifen. Die deutschen Frauen sind allerdings häufig konservativer und businessorientiert. Außerdem wird mehr auf die Marken geachtet. Was auch hier im Kommen ist und bei estnischen Frauen längst sehr beliebt, ist die Do-it-yourself-Kleidung, Recycling und Weiterverarbeitung von bereits benutzter Kleidung. Aufwertung und Nachhaltigkeit werden groß geschrieben.